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  • Shabnam Miller

Toxische Positivität

Updated: Apr 24

In der gesamten BRD fallen noch mehr Corona Maßnahmen.

Nur nicht für das Klinikpersonal.

Es wird jetzt ins Ausland gegangen um Ausländisches Pflegepersonal zu rekrutieren. Während das eigene Personal von der Regierung mit Kündigung bedroht wird und wir seit Monaten um unsere Existenz bangen.

Wir gehen jeden Tag, seit fast einem Jahr mit Herzklopfen zum Briefkasten.

Erleichtert, wenn wir keinen Brief von irgendwelchen Behörden bekommen habe. Einige von uns haben schon Briefe erhalten, in denen Bußgelder angedroht werden.


Ich weiß momentan nicht, wie ich irgendwann denjenigen verzeihen kann, welche einfach immer noch wegschauen und eigenständig Ausgrenzen.

Die selbsternannten Sheriffs unserer Gesellschaft.

Gott weiß wie oft ich, manchmal sogar täglich, an meiner Enttäuschung diesen Menschen gegenüber arbeite.


Die vorherrschende Toxische Positivität zu denken, dass jetzt alles wieder in Ordnung ist, bedeutet einfach nur, dass man negative Emotionen ablehnt und auf Stress mit falschen Zusicherungen statt mit Empathie reagiert. Es kommt davon, dass man sich mit negativen Emotionen unwohl fühlt. Es ist oft gut gemeint, führt aber zur Spaltung der Gesellschaft.


Ignorance is not bliss!

Sondern wird teuer bezahlt werden müssen.

Noch betrifft es dich nicht.

Noch....


Geistreiches Denken ist mittlerweile verpönt wenn es nicht Mainstream tauglich ist und vielmehr einem moralischen Duktus Platz gemacht hat, der darauf abzielt, lieber niemanden zu kritisieren, als aktiv Lösungen zu erarbeiten, auch wenn es schmerzt.


Unterschreitung der Personal Untergrenze und Kapazitäten Engpässe, werden einfach hingenommen.


Wir können nicht alle Angst haben etwas zu sagen!!

Wir müssen aufhören, Überarbeitung zu verherrlichen.

Das Fehlen von gutem Schlaf, guter Ernährung, Bewegung, Entspannung, Zeit mit Freunden und Familie ist nicht zu begrüßen.

So viele Klinikmitarbeiter tragen ihren Burnout als Ehrenabzeichen und das muss sich ändern!


Ich bin zutiefst Dankbar für die Menschen in meinem Leben, die nicht wegschauen und der ganzen Situation mit Liebe, Empathie und Größe begegnen.


Dankbar für meine Kunst, denn die Kunst ist tatsächlich das einzige Wahre in meinem Leben. Das haben mir die letzten zwei Jahre immer deutlicher gezeigt.


~S


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